Philosophisches Yoga

Die indische Yoga-Lehre beschäftigt sich vor allem philosophisch, aber auch meditativ und einfühlsam, dem täglichen Alltagsstreß stark entgegen wirkend (Entspannung). Durch Yoga erzielt man eine ganzheitliche körperliche Harmonie, die ein ausgeglichenes Selbstbewußtsein und kraftvolle Impulse (Hatha) schafft, gleichzeitig die innere Liebe (Bhakti) erleben läßt und das selbstlose Tun (Karma) fördert. Die rein spirituelle Erkenntnis (Jnana) durch Yoga fördert die absolute körperliche Beherrschung (Raja).

Das grundsätzliche Erlernen von Yoga ist in acht Übungsstufen gegliedert (Astanga): Beginnend mit Yama, dem erlernen der allgemeinen Regeln, steigernd zu Niyama, den besonderen Regeln. Asana beschäftigt sich mit der Sitz- beziehungsweise Körperhaltung, Paranayama erklärt die Atmung. Die Sinne beschreibt Pratyahara, die Konzentration Dharana sowie die Meditation Dhyana. Das absolute Erlangen des körperlichen Einssein wird in der achten Stufe, dem Samadhi, genauestens erörtert und gelehrt.

Spezielle, zusätzlich entwickelte Formen oder teils abgewandelte Anwendungstechniken des Yoga werden in unterschiedlichen Schulen vermittelt und ausgebildet. Grundsätzlich jedoch sollte bei allen Yogaseminaren immer die Lebendigkeit des Körpers im zentralen Vordergrund stehen. Den einzelnen Übungen werden dabei oftmals entsprechende indische Namen gegeben, deren banale Übersetzung in Hund, Delfin, Halbmond, Taube, Held, Katze, Boot, etc. reicht und das Übungselement (Abfolge) zumeist annähernd charakterisiert.


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