Ayurveda Massagen und ihre Wirkung
In der ayurvedischen Medizin sind die verschiedenen Massagen ein wichtiger Bestandteil zur Gesundung bzw. zum Erhalt der Gesundheit von Körper, Geist und Seele. Sie dienen unter anderem der Entgiftung uns Entschlackung. Die Massagen sollten regelmäßig durchgeführt werden, wobei nicht nur die Massage durch ausgebildete Ayurvedamasseure empfohlen wird, sondern auch die Selbstmassage einen hohen Stellenwert einnimmt.
Der optimale Zeitpunkt für die Selbstmassage ist morgens vor dem Duschen. Falls dies aus Zeitgründen nicht möglich ist, können Sie das Ritual auch abends (vor Einnahme des Mahlzeit) durchführen.
Die Art und Häufigkeit der Massage ist abhängig vom individuellen Konstitutionstyp. Die Einteilung geschieht im Ayurveda nach den drei Doshas Vata, Kapha und Pitta. Bevor Sie ihr Massageprogramm starten, sollten Sie (evtl. mit Hilfe eines Ayurvedatherapeuten ) herausfinden, welchem Typ Sie angehören. Hierzu finden Sie auch im Netz vorgefertigten Test zur Dosha-Bestimmung.
Die Ölmassage
Bei dieser Technik wird ein Öl entsprechend dem Konstitutionstyp gewählt. Für Vatastörungen ist z.B. kaltgepresstes Sesamöl, Weizenkeim-oder Rizinusöl geeignet. Für den Pitta Typen sind Sonneblumen-, Sandelholz-, Mandel-,Kokos- oder Kürbiskernöl geeignet, welche eine eher kühlende Wirkung haben. Bei einer Kapha Konstitution kann man auf Öl gänzlich verzichten oder `brennende`Sorten wie Senf-,Kalmuswurzel-, Mais- oder Färberdistelöl in geringen Mengen zur Massage nutzen.
- Bei sehr empfindlicher Haut sind Ghee, Madel-oder Olivenöl zu empfehlen.
- Das Öl sollte vor der Massage immer auf Körpertemperatur erhitzt werden.
Die Selbstmassage sollte ca. 15 Min in Anspruch nehmen, wobei auch je nach Zeitfenster nur eine Teilemassage (z.B. nur die Füße) durchgeführt werden kann. Die klassische Ölmassage des ganzen Körpers (Abhyanga) durch den Masseur in der Ayurvedapraxis dauert zwischen einer Stunde und 90 Minuten. Danach kann noch eine Schwitzkur zur verbesserten Entgiftung folgen.
Die Trockenmassage
Diese Form der Massage dient in erster Linie der Belebung. Kreislauf, Stoffwechsel und Bindegewebe werden aktiviert. Sie ist also gut für Menschen mit Übergewicht, Cellulitis, Stoffwechselproblemen oder Antriebschwäche geeignet. Auch bei der Behandlung fettiger Haut ist diese Massage unterstützend einzusetzen.
Die Massage (Garshan) wird mit einem Handschuh aus Rohseide ausgeführt, den es in verschiedenen Varianten gibt. Je rauer die Seide desto aktivierender die Massage. Hinzu kommt ein Peelingeffekt für die Haut, die sich danach samtig weich anfühlt.
Diese Massage sollte nur eingesetzt werden wenn der Körper eine Belebung braucht. Empfehlenswert sind z.B eine Reinigungsbehandlung alle 3 Monate oder eine Reinigungskur im Frühjahr. Menschen mit Kapha Konstitution sollten sich diese Massage allerdings häufiger gönnen.
Falls Sie neugierig geworden sind, suchen Sie sich eine Ayurvedapraxis in Ihrer Nähe. Sie werden die Behandlung genießen und sicher weitere wertvolle Tipps für Ihr Wohlbefinden erhalten.
Kirsten Hildebrandt, Innova-Fachschulungen, Lotte bei Osnabrück
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