Ein Wintergarten erfordert eine genaue Planung
Bauherren, die bereits ein Eigenheim besitzen und dieses erweitern möchten, entscheiden sich in einigen Fällen für einen Wintergarten. Doch welche Möglichkeiten bietet solch ein Anbau und was muss alles bei der Planung berücksichtigt werden?
Große Beliebtheit erreichten die Konstruktionen aus Holz, Stahl und vor allen Dingen Glas bereits in der viktorianischen Zeit Englands. Damals entwickelte man aufgrund schon bestehender Formen neue Ideen. Besonders, um bis dato unbekannte Pflanzen aus fernen Ländern heimisch machen zu können. Bald setzte sich der Wintergarten durch und so leisteten sich neben wohlhabenden Adeligen auch "normal sterbliche" Bürger diesen zusätzlichen Wohn- und Freizeitraum. Seither hat sich nicht nur die Zahl der Interessenten vergrößert; auch die stofflichen Voraussetzungen und Möglichkeiten haben sich gewandelt. Je nachdem, welchen Nutzen man aus dem Anbau ziehen will, kann man die Ausführung variieren. Man sollte sich vor dem Baustart ganz genau überlegen, wofür der neue Wintergarten dienen soll. Will man nur Pflanzen überwintern, eignet sich eine ganz einfache Konstruktion. Höhere Anforderungen stellt ein solcher Gartenbereich, wenn man ihn an die Wohnfläche anschließen möchte. Und dafür entscheiden sich die meisten Hausbesitzer.
Viele Menschen nutzen den so neu entstehenden Raum, um sich in der Umgebung grüner Pflanzen zu entspannen. Psychologische Untersuchungen belegen, dass sich bereits die Farbe "grün" beruhigend auswirkt. Einen zusätzlichen positiven Effekt bringt die natürlich wachsende Umgebung mit sich. Und die bereits in früheren Zeiten aufgekommene Faszination für Gewächse fremder Kontinente mag auch heute noch ihr Übriges zur Entscheidung für den Bau beitragen.
Für solche Wintergärten stehen unterschiedliche Materialien wie Holz, Aluminium oder Stahl zur Verfügung. Hinzu kommen die großen Glasflächen, die das Charakteristische des alternativen "Gartens" ausmachen. Durch die eingesetzten Materialien ergeben sich viele unterschiedliche Möglichkeiten in Form und Gestaltung. Bei der Planung ist aber nicht nur das Aussehen zu berücksichtigen.
Größten Wert sollte man auf eine stabile Rahmenkonstruktion legen. Hinzu kommen viele wichtige Aspekte, die für ein gutes Raumklima sorgen. Für Wärme an kalten Wintertagen muss eine Heizung eingebaut werden. Gleichzeitig sollte auch die Belüftung mit bedacht werden. Dadurch gewährleistet man zu jeder Jahreszeit die Frischluftzufuhr und es bildet sich keine Feuchtigkeit.
Was im Winter Vorteile bietet, kann sich bei einer falschen Planung als Fluch im Sommer erweisen: die Lichtdurchlässigkeit der Glasflächen. Um dies von vornherein zu vermeiden, muss man sich zum einen überlegen, für welches Glas man sich entscheidet. Die Materialeigenschaften weichen hier teilweise erheblich voneinander ab. Eine Schattierung für das Glasdach leistet einen weiteren Beitrag dazu, dass auch im Sommer angenehme Temperaturen im neuen Wintergarten herrschen.
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