Fertighaus - ökonomische Alternative
Unter einem Fertighaus versteht man gemeinhin ein Haus, das aus bereits vorgefertigten Teilen an der Baustelle zusammengesetzt und montiert wird.
Bereits bei der Planung gilt es einige Dinge zu berücksichtigen. Entscheidet man sich für ein Ausbauhaus, so bleibt dem Bauherrn noch eine Menge Arbeit. Er muss den Innenausbau selbst ausführen. Dafür spart er natürlich Geld gegenüber der zweiten Alternative: dem schlüsselfertig übergebenen Fertighaus. Hier übernimmt der Anbieter - gemeinsam mit Subunternehmern - auch die innere Ausgestaltung nach den Vorstellungen des Bauherrn. Dafür muss dieser selbstverständlich tiefer in die Tasche greifen, spart aber viel Zeit und Nerven, die naturgemäß für diese Form der Eigeninitiative notwendig sind. Bei der Anlieferung des schlüsselfertigen Hauses gibt es durchaus Unterschiede, in welchem Maße Anschlüsse und Installationen bereits größtenteils im Vorfeld eingebaut wurden oder ob sie hauptsächlich vor Ort ausgeführt werden.
Nachdem das Fertighaus noch vor einigen Jahrzehnten von vielen Bauherren eher skeptisch betrachtet wurde, erfreut sich diese Variante des Hausbaus in den letzten Jahren zunehmend größerer Beliebtheit. Dies liegt zum einen daran, dass sich am Markt einige Unternehmen etabliert haben, die den Beweis antraten, dass auch diese Bauvariante solide und zuverlässig ist. Außerdem tragen verschiedene Eigenschaften zum positiven Image bei.
Zunächst einmal ist der schnelle Ablauf zu nennen. Durch vorgefertigte Bauteile und standardisierte Verfahren ist solch ein Haus in der Regel schnell geliefert und montiert. Man spart sich langwierige Arbeiten, bei denen im Extremfall Wasser in den unfertigen Bau eindringen könnte. Eine schnellere Montage bedeutet auch weniger Arbeitsstunden. Hier lassen sich Kosten einsparen.
Ein weiterer positiver Aspekt liegt in den verwendeten Materialien und ihren Eigenschaften. Immer mehr Häuser werden aus Holz gefertigt. Nicht nur, dass Holz als Baumaterial Wärme ausstrahlen kann und die Möglichkeit bietet, sich z. B. auf die skandinavische Architektur zu beziehen. Oft genügen solche Holzhäuser höchsten ökologischen und energietechnischen Anforderungen. Ein gutes Indiz dafür bietet bereits eine Mitgliedschaft des Herstellers in einem Verband wie dem Arbeitskreis ökologischer Holzbau e.V.
Damit nicht zuletzt aufgrund steigender Energiepreise beim Heizen gespart wird, sollte man darauf achten, dass der Bau die Anforderungen eines Niedrigenergiehauses erfüllt. Dabei spielt besonders der Heizwärmebedarf eine wesentliche Rolle. Die meisten der heute gefertigten Fertighäuser erfüllen diese Voraussetzung. Doch nicht nur beim Heizen zahlen sich gute Energieeigenschaften aus. Teilweise sind mit einem so genannten "Wärmebedarfsausweis" Zins vergünstigte Kredite zur Baufinanzierung zu bekommen. Dafür gibt es bestimmte Bemessungsgrenzen, über die man sich als Bauherr im Vorfeld informieren sollte. Berücksichtigt man diese Punkte, so steht der raschen Erfüllung des Traums vom Eigenheim mit einem Fertighaus wohl nichts mehr im Wege.