Erneuerbare Energie - Standard der Zukunft

Die gesamte Welt ist vom Erdöl abhängig, ständig steigt der Bedarf und dadurch auch die Preise. Experten gehen davon aus, dass das Erdöl bei der im Moment benötigten Menge in 30 Jahren verbraucht ist. Nicht berücksichtigt wurde eine Steigerung der Förderung durch erhöhte Nachfrage. Schon jetzt sind die Benzin- und Heizöl Preise hoch wie noch nie. Und jedem ist klar, dass die Preise nicht mehr sinken werden, im Gegenteil.

Um die in der Zukunft unbezahlbare Energie aus Erdöl zu ersetzen, gibt es bereits jetzt eine Menge Alternativen, die die Marktreife bereits hundertfach bewiesen haben. Warum also Erdöl verwenden, wenn es saubere und preiswertere Energiequellen gibt. Einige möchten wir in diesem Beitrag erwähnen.

Geothermie / Erdwärme:

Erdwärme bezeichnet man die Wärme, die man aus dem Erdreich fördern kann. Pro 100m wird die Erdschicht um 3° wärmer. Man erkennt dadurch schnell, dass man bei einer Bohrung von nur einem Kilometer 30° Umgebungstemperatur bzw. Wassertemperatur erreicht.
Um diese Wärme zu nutzen, gibt es für den Verbraucher heute schon eine ganze Reihe von Möglichkeiten.

Alle Möglichkeiten unterliegen einem Prinzip: Es wird eine Trägerflüssigkeit durch das Erdreich in einem Kreislauf gepumpt. Dadurch nimmt sie Wärme auf und gibt sie oberirdisch in einem Wärmetauscher wieder an eine weitere Trägerflüssigkeit ab. So wird also die Temperatur nicht wie bei einem herkömmlichen Kessel ad hoc angehoben, sondern langsam und mit jedem "Durchlauf ".

Die Effizienz einer solchen Anlage bemisst sich an der aufgewendeten Energie und der daraus entstehenden Energie. Eine herkömmliche Heizanlage besitzt eine Effizienz von ca. 1:1, d.h. es wird ein KW (KiloWatt) an Energie verbrannt um ein KW an Heizenergie zu erhalten. Bei der Möglichkeit 3 erreicht man eine Effizienz von ca. 1:5, d.h. es wird eine KWH Strom für die Pumpe aufgewendet um 5 KW an Heizenergie zu erhalten. Eine Ersparnis von 80% (erhöhte Anschaffungskosten bleiben hier unberücksichtigt) gegenüber eine normalen Heizanlage.

Möglichkeit 1: Flachsonden
Hier werden in 1-2 Meter Tiefe Sonden waagerecht auf einer großen Fläche ausgebracht. Da diese Möglichkeit relativ viel Platz benötigt, ist sie mitunter nicht effektiv genug. Ausserdem ist die Wärmeernte nicht allzu groß, da diese schnell aus dem Boden "gesaugt" ist.
Möglichkeit 2: Tiefensonden
Tiefensonden werden in einer Tiefenbohrung vertikal eingelassen und fördern dadurch mehr und schneller Wärme als Flachsonden.
Möglichkeit 3: Brunnen
Es werden auf dem Gelände zwei Brunnen benötigt. Das Grundwasser hat das ganze Jahr über eine Temperatur von 8-10°. Dieses Grundwasser wird mittels Pumpe angesaugt und mit Hilfe eines Wärmetauschers zur Wärmerzeugung genutzt. Das kältere Wasser wird dem zweiten Brunnen dann wieder zugeführt. Damit sich das Grundwasser wieder mit Wärme anreichern kann, ist es wichtig, dass die beiden Brunnen nicht nebeneinander gebohrt werden.

Solarthermie:

Die Sonne gibt uns das ganze Jahr über kostenlose Energie. Mit Hilfe von Solarkollektoren, die man auf das Dach in Richtung Süden baut oder ebenerdig aufstellt und nach der Sonne ausrichtet, wird die Sonnenenergie in Wärme umgewandelt. Eine Trägerflüssigkeit wird durch den Kollektor gepumpt und nimmt kontinuierlich Wärme auf und gibt sie im Haus an das Warmwassersystem /Heizsystem ab. Eine solche Anlage ist im Kauf relativ teuer und amortisiert sich auch nur bei optimalster Ausrichtung der Kollektoren, guter Qualität und entsprechender Sonnenstrahlung. Leider ist die Effektivität der Kollektoren am größten, wenn man am wenigsten benötigt - im Sommer. Solarthermie Anlagen sollten daher im Winter bivalent betrieben werden.

Fotovoltaik:

Fotovoltaik bezeichnet die Stromgewinnung aus den Sonnenstrahlen. Durch entsprechende Kollektoren wird Strom erzeugt und dieser entweder dem Stromnetz zugeführt oder lokal verbraucht. Der Staat fördert jede in das Netz eingespeiste Kilowattstunde mit barem Geld.
-> Weitere Informationen zu erneuerbaren Energien

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